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Wärmepumpentrockner oder Ablufttrockner

Vergleicht man den hochmodernen Wärmepumpentrockner mit einem Ablufttrockner, so wird der Fortschritt der Technik geradezu plastisch erlebbar. Doch technische Finessen sind nicht alles. Insbesondere der gewaltige Preisunterschied zwischen den Geräten lässt die Frage aufkommen, ob es wirklich das Topmodell der neuesten Trocknergeneration sein muss.

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir etwas in die Tiefen der Technik eintauchen. Ist der Wärmepumpentrockner wirklich so viel besser? Und wann lohnt er sich? Oder gibt es auch Einsatzzwecke, für die sich ein Ablufttrockner besser eignet?

Zur Technik: Das Prinzip des Ablufttrockners dürfte mittlerweile jedem geläufig sein. Das Gerät saugt Luft aus der Umgebung an, erwärmt diese mittels eines Heizelementes und leitet die erwärme Luft anschließend in die Trommel, wo sie die Feuchtigkeit der Wäsche aufnehmen kann. Danach wird die Luft durch einen Schlauch einfach ins Freie geblasen. Vorteil: Die Technik ist relativ simpel und kann somit kostengünstig hergestellt werden.

Womit wir auch schon beim Hauptvorteil eines Ablufttrockners wären: der Preis. Verglichen mit technisch aufwändigeren Geräten wie Kondens- oder Wärmepumpentrocknern kosten sie oft nur einen Bruchteil und sind häufig schon für unter 200.- Euro im Handel zu haben. Dafür bekommt man ein Gerät mit ausgereifter Technik, das allerdings auch einige Nachteile mitbringt. Der größte dieser Nachteile betrifft die Notwendigkeit, die Abluft des Trockners nach außen zu leiten. Hierzu verfügt der Trockner über einen speziellen Schlauch, welcher sozusagen als „Auspuff“ für die Abluft dient. Dieser Schlauch muss in geeigneter Art und Weise nach außen geleitet werden, viele moderne Gebäude verfügen dazu über einen Anschluss in der Wand, der mit einem Filtersieb versehen ist.

Ist dieser Anschluss nicht im Gebäude vorhanden, muss er nachträglich installiert werden, da die Menge der Abluft so groß ist, dass sie nicht in den Raum, in dem der Trockner steht, geleitet werden kann. In diesem Fall wäre die Gefahr von Schäden durch Feuchtigkeit oder unangenehmen Folgeerscheinungen wie beispielsweise Schimmel einfach zu groß. Da das für den Abluftschlauch notwendige Loch in der Außenwand relativ groß sein muss, ist der Einbau entsprechend aufwändig. Nicht jedem ist dieser Aufwand die Kaufersparnis wert.

Kommen wir zu einem weiteren Nachteil, den der Ablufttrockner gegenüber den Wärmepumpentrockner aufweist: der Energieverbrauch. Wärmepumpentrockner gelten mittlerweile als die energiesparendsten Trockner, die auf dem Markt erhältlich sind. Der Ablufttrockner dagegen verbraucht relativ viel Energie, weil er die Luft zunächst aus der Umgebung ansaugt, dann aufheizt und sie schließlich durch die Wäsche leiten muss. Hierzu ist eine leistungsstarke Puppe notwendig, außerdem verbraucht das Aufheizen der Luft ebenfalls relativ viel Energie.

Fazit:

Aus den Vor- und Nachteilen lässt sich ein ganz klares Fazit herauskristallisieren. Technisch sind die modernen Wärmepumpentrockner den Ablufttrocknern inzwischen weit überlegen, allerdings merkt man dies auch am Preis ganz deutlich. Für einen Wärmepumpentrockner kann man durchaus den 3- bis 4-fachen Betrag eines Ablufttrockners ausgeben. Ob sich diese Mehrausgaben lohnen, hängt einerseits von der eigenen Einstellung zum Thema Umweltschutz ab, andererseits aber auch von ganz praktischen Gegebenheiten.

Für große Familien, bei denen der Trockner praktisch täglich läuft, kann es sich durchaus empfehlen, den Mehrpreis für einen Wärmepumpentrockner auszugeben. Anhand der großen Energieersparnis wird sich diese Mehrausgabe relativ schnell amortisieren. Für Ein- oder Zweipersonenhaushalte wird sich dagegen die Anschaffung eines Wärmepumpentrockners erst nach einer sehr langen Zeit lohnen. Hier tut es in vielen Fällen auch der technisch einfachere Ablufttrockner. Doch Vorsicht: Wer zur Miete wohnt, sollte zunächst die Gegebenheiten vor Ort genau in Augenschein nehmen und eventuell die Situation mit seinem Vermieter oder den Mitmietern abklären. Es gibt in Deutschland eine große Zahl von Mietshäusern, die nicht über eine entsprechende Abluftvorrichtung nach außen verfügen und/oder bei denen es sogar verboten ist, Ablufttrockner in der gemeinsamen Waschküche einzusetzen. Als einzige Möglichkeit würde hier übrig bleiben, den Trockner in der Wohnung selbst aufzustellen den Abluftschlauch bei jedem Lauf beispielsweise aus dem Fenster zu hängen. Das ist allerdings relativ umständlich und sicher nicht die eleganteste Lösung.